In unserer Gesellschaft neigen wir dazu, unsere Körpersymptome oder auch Körpersignale nur auf einer oberflächliche Ebene anzusehen und zu behandeln.
Meistens geht es darum, das was schmerzt, nervt oder unschön aussieht zu verändern. Meistens geht es darum, schnelle schmerzunterdrückende Lösungen zu finden, um wieder leistungs- und funktionsfähig zu sein.
Eine Symptombehandlung oder Symptomunterdrückung kann für den Moment hilfreich sein, löst aber nicht nachhaltig die Ursache des ,,Problems’’.
Wenn wir uns dann entscheiden tiefer zu gehen und die Ebene des Psychosomatischen miteinbeziehen, bleiben wir häufig auch hier sehr allgemein und an der Oberfläche.
Ich lade dich jetzt zu einem kleinen Perspektivwechsel ein.
Stell dir vor dein Körper ist eine große Bühne. Auf dieser Körperbühne, werden regelmäßig Krankheitstheaterstücke aufgeführt. Mit verschiedenen und sich abwechselnden SchauspielerInnen, Themen und an verschiedenen Orten, Körperarealen. Innen wie Außen wird etwas sichtbar, erlebbar und spürbar. Etwas in dir drückt sich aus und will sich zeigen, will gesehen und anerkannt werden.
Unsere Körperareale führen ihre Darstellung deswegen auf unserer Körperbühne auf, weil sie ganz konkret nur für uns, im Hinblick auf unsere Biografie und in Hinblick auf unsere momentane Lebenssituation und Belastung etwas Wichtiges ausdrücken wollen. Eine wichtige Botschaft für dich haben.
Deine erste Idee zum Symptom kann also nur eine Tür sein, für weiteres Nachfragen, Nachspüren, Nachjustieren und Mitgehen.
Genau, dass ist der Weg und das was versucht wird. Über Körpersignale deine Aufmerksamkeit zu bekommen, dich dir bereitwillig zuzuwenden. Mit einem offenen Ohr für dich.
Es ist ein Kommunikationsversuch, um wieder mit dir in Verbindung zu kommen.
Während ein schmerzendes und blockiertes Knie, bei dem einen hinweisen kann auf den Wunsch, nicht weiterzugehen (auch im übertragenen Sinne), kann es bei einem anderen der Hinweiß sein auf ein Unsicherheitsgefühl in Bezug auf das eigene Fundament, die Sicherheit, vielleicht die finanzielle Situation. Natürlich sollte hierbei immer ganzheitlich auf Symptome geschaut werden. Was gibt es für äußere, anatomische Feststellungen.
Da die Lösung des Körpersymptoms auch mit der Lösung des drunterliegenden Konflikts zusammenhängt, ist es wichtig, wirklich genau zu übersetzen.
Dafür braucht es vor allem spürige Einstimmungsfähigkeit, Dialoginteresse, verkörpertes Wissen und Erfahrung rund um die Anatomie und die Body-Mind-Beziehung. Tools aus dem Bereich Körper und Psychologie, Gehirnforschung, und die Fähigkeit immer im Jetzt- befreit von Vorüberlegungen- der tatsächlichen inneren Wahrheit nachzuspüren und mitzugehen.
Denn wenn du weißt, was genau dein Körperareal als Thema durch seine Symptome zeigt, kannst du Wege und Lösungen anbieten, die vom Körper angenommen werden, die deinem Gesamtsystem gangbar und stimmig erscheinen.
Es findet dann eine innere Zustimmung zum Ziel statt, ein Zusammenfinden von Kognition, Emotion und Körper, Ganzheit, und damit Heilung/Heilsein…
Ein absolut ganzheitlicher Weg, der sowohl Akutes, als auch Langbestehendes in Bewegung und Auflösung bringen kann.
…und noch viel mehr. Bleib auf dem Laufenden.
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