CIAO, AUTOPILOT
Mein Konzept und was es so besonders macht
Vielleicht geht es dir ähnlich wie vielen Menschen, die zu mir kommen: Du weißt, dass du im Alltag auf dich achten darfst. Vielleicht machst du hin und wieder (oder regelmäßig) Yoga, meditierst, achtest auf deine Ernährung, liest Bücher über Achtsamkeit und Glück, reflektierst, wie es dir geht, führst Dankbarkeitstagebücher und/ oder buchst Massagetermine, um wiederkehrende Verspannungen in Rücken, Nacken oder Schultern behandeln zu lassen.
Vielleicht kennst du das Gefühl, dass du eigentlich alles verstanden hast und dein Körper nicht hinterherkommt.
Genau an dieser Stelle beginnt meine Arbeit.
Viele dieser Ansätze arbeiten entweder kognitiv oder körperlich.
In Gesprächen oder beim Journaling liegt der Fokus auf Verstehen, Einordnen und Reflektieren. Das kann sehr wertvoll sein – erreicht allerdings oft nicht die Ebene, auf der Stress, Angst oder Überforderung gespeichert sind: das Nervensystem.
In klassischer Körperarbeit liegt der Fokus meist auf einzelnen Symptomen oder schmerzhaften Stellen. Emotionen oder traumatische Reaktionen, die sich dabei zeigen, bleiben häufig unbegleitet.
Was dabei oft fehlt, ist die Verbindung von Kopf, Körper und Nervensystem, ein traumasensibler Rahmen, ein regulierendes und wohlwollendes Gegenüber, das hält, ohne zu werten. Und die Frage: Was braucht dieses System gerade wirklich, um sich sicher zu fühlen?
Mein Credo lautet: Im Kopf entstehen Gedanken, im Körper werden Emotionen gefühlt, im Nervensystem sind Erfahrungen gespeichert. Oder in Zahlen: Dein Wissen besteht zu ca. 80% aus Körperwissen und zu ca. 20% aus kognitivem Wissen. Um Veränderungen langfristig möglich zu machen, führt also kein Weg an deinem Körper vorbei.
Alles, was sich zeigt – körperlich oder emotional – hat eine gute Absicht und einen Sinn. Und nein, das ist kein esoterischer Gedanke, sondern bestens erforschte Neurobiologie, Körper- und Emotionspsychologie. Es sind Schutzreaktionen eines Systems, das gelernt hat, mit Belastung umzugehen.
Dein Nervensystem arbeitet leider nicht auf Zuruf. Aber zum Glück ist es lernfähig. Und genau dort setze ich an.
WENN VERKÖRPERUNG BEGINNT
EBBC® – Emotionally Based Body Coaching
Aus meiner langjährigen Praxis, meiner eigenen Erfahrung und vielen fundierten Aus- und Weiterbildungen ist mein eigenes Konzept entstanden: EBBC® – Emotionally Based Body Coaching by Ria Schmitt.
EBBC® verbindet:
- körperzentrierte Emotionsarbeit,
- ganzheitliche Körperarbeit,
- Nervensystem- und Traumawissen,
- systemische Ansätze
- und traumasensible Haltung.
Das Besondere an EBBC® ist, dass Erkenntnisse und Veränderungen nicht nur verstanden, sondern verkörpert werden. Statt im Kopf zu bleiben, kommen sie im Körper und im Nervensystem an. Dadurch wird Veränderung nachhaltig – und das Beste: Auch wenn der Prozess dich fordert, fühlt sich der Weg leicht an, sobald du ihn einmal gegangen bist. Und wir gehen ihn gemeinsam. In deinem Tempo.
Ziel ist also nicht, Symptome „wegzumachen“, sondern Sicherheit, Orientierung und Selbstwirksamkeit aufzubauen. Wenn ein Nervensystem versteht und spürt, dass es heute sicher ist, brauchen alte Schutzstrategien nicht mehr die Führung übernehmen. Ciao, Autopilot.
REGULATION VOR VERARBEITUNG
Wie ich konkret arbeite
Ein zentraler Leitsatz meiner Arbeit ist: Regulation geht vor Verarbeitung.
Heißt übersetzt: Wir gehen nichts an, wofür dein System noch keine Kapazitäten hat. Heldentum ist hier nicht gefragt – Sicherheit schon.
Das bedeutet ganz praktisch: Wir beginnen immer dort, wo dein System gerade steht. Mit Ankommen, Orientierung und dem Aufbau von Sicherheit. Tempo, Tiefe und Vorgehen richten sich nicht nach einem festen Ablauf, sondern nach deinem Nervensystem.
Ich arbeite mit dem sogenannten
Stresstoleranzfenster (nach Dr. Daniel Siegel).
Es beschreibt den Bereich, in dem dein Nervensystem reguliert ist – also den Zustand, in dem du dich präsent, verbunden und handlungsfähig fühlst. In diesem Bereich können Gefühle fließen, der Körper kann sich entspannen und Erfahrungen lassen sich integrieren.

Bild 1: Stresstoleranzfenster (nach Dr. Daniel Siegel)
Viele Menschen bewegen sich im Alltag jedoch überwiegend außerhalb dieses Fensters.
Entweder oberhalb, in Zuständen von Übererregung – mit innerer Unruhe, Stress, Gedankenkreisen, Anspannung oder dem Gefühl, ständig „unter Strom“ zu stehen.
Oder unterhalb, in Zuständen von Untererregung – mit Erschöpfung, Schwere, Rückzug, innerer Leere oder dem Gefühl, sich selbst kaum zu spüren.
Beide Zustände sind Schutzreaktionen eines Nervensystems, das Sicherheit verloren hat.
Veränderung ist in diesen Zuständen kaum möglich – nicht, weil du dich nicht genug anstrengst, sondern weil dein System gerade mit Überleben beschäftigt ist.
Meine Arbeit setzt deshalb genau hier an:
Zuerst unterstütze ich dein Nervensystem dabei, wieder in sein Stresstoleranzfenster zurückzufinden – und dieses behutsam zu erweitern.
Erst wenn mehr Regulation, Sicherheit und innere Stabilität da sind, wird Verarbeitung überhaupt sinnvoll und nachhaltig möglich.
Dabei lese ich Körpersignale, Atmung, Spannung und emotionale Reaktionen sehr fein. Grenzen nehme ich sehr sensibel wahr und wahre sie. Wahlmöglichkeiten sind zentral. Ich arbeite sanft, emotionsfokussiert und körperorientiert, denn Berührung, Wahrnehmung und Regulation gehören immer zusammen.
Ein achtsames Ankommen ist für mich genauso wichtig wie ein gutes, begleitetes Rausgehen – damit sich das Erlebte nicht nur in der Sitzung, sondern auch im Alltag integrieren kann. Auch Sprache ist Teil dieser Arbeit. Worte können verunsichern oder Sicherheit geben.

Bild 2: Das Nervensystem im Stresmodus
Deshalb spreche ich bewusst achtsam, erklärend und lösungsorientiert. Verstehen beruhigt das Gehirn und nimmt Angst.
Ein trauma- assoziiertes Nervensystem kann sich oftmals nicht mehr alleine regulieren. Es braucht ein Gegenüber, dessen Nervensystem in diesem Moment Sicherheit, Halt und Verständnis ausstrahlt. Das ist Co-Regulation. Oder übersetzt: „Ich war zum ersten Mal nicht allein damit.“
Wenn diese Regulation früher gefehlt hat, braucht es sie umso mehr im Hier und Jetzt. Durch Co-Regulation wird Halt, Geborgenheit und Sicherheit erlebbar. In diesem Beziehungsraum lernt das Nervensystem Schritt für Schritt, sich selbst zu halten (Containment). Genau dadurch können alte, verletzende Erfahrungen integriert werden und beginnen zu heilen.
Meine Arbeit entsteht im Kontakt – im Zusammenspiel zweier Nervensysteme. Ein präsentes, zugewandtes Gegenüber ermöglicht neue Erfahrungen von Sicherheit, von Gesehenwerden und von innerer Stabilität.
In der Körperarbeit bedeutet das: Du brauchst nichts zu tun. Du darfst einfach da sein. Durch sanfte Berührungen kann dein Nervensystem spüren, dass es herunterfahren darf – etwas, das im Alltag oft kaum möglich ist.
In der Emotionsarbeit und traumasensiblen Prozessbegleitung schauen wir Themen gemeinsam an. Hier gibt es ein aktives, begleitetes Arbeiten: Wahrnehmen, Regulieren, Ressourcen stärken, Einordnen. Ziel ist es, unverarbeiteten Stress loszulassen, sodass sich im Anschluss mehr Leichtigkeit, Klarheit und innere Entlastung einstellen können.
Viele Menschen erleben dabei zum ersten Mal, dass sie mit allem, was sie sind und mitbringen, da sein dürfen – ohne bewertet zu werden. Dass sie weder verdrängen noch performen müssen. Und dass sie nicht allein durch intensive Zustände gehen.
Was sich durch diese Arbeit verändert
Durch die Verbindung von Körperarbeit, Emotionsarbeit und Nervensystemregulation bleibt Veränderung nicht im Raum der Sitzung. Sie wird im Alltag spürbar.
So berichten meine Klient:innen beispielsweise, dass sie:
- ihren Körper wieder spüren,
- sich selbstsicherer fühlen,
- ruhiger reagieren und klarer entscheiden können,
- keine Angst mehr vor ihren Emotionen haben,
- wissen, was sie im Alltag tun können,
- sich authentischer, lebendiger und verbundener erleben
Viele beschreiben diesen Prozess als ein Nach-Hause-Kommen in sich selbst.
Als Beginn einer neuen, liebevollen Beziehung
zum eigenen Körper und mit sich selbst.


